Landesverband Sächsischer Angler e. V.

Anerkannte Naturschutzvereinigung gem. § 32 SächsNatSchG, anerkannte Umweltvereinigung gem. § 3 UmwRG

 

Jugend und Angeln

Mein Kind will angeln, was ist zu beachten?

Schnupperangeln

Vorbereitungslehrgänge und Fischereischeinprüfung


Mein Kind will angeln, was ist zu beachten?

- unter 9 Jahren

DSCI0012_bearb_2.JPGKinder, die das 9. Lebensjahr noch nicht vollendet haben, dürfen in sehr begrenztem Umfang an der Fischereiausübung eines voll- jährigen Anglers beteiligt werden.

Ein Kind unter 9 Jahren kann keinen Erlaubnisschein oder Jugendfischereischein erhalten. Jedoch muss der erwachsene Angler, bei dem das Kind mitangelt, über einen gültigen Fischereischein und Erlaubnisschein für das Gewässer verfügen.

Das Kind unter 9 Jahren darf keine eigene Angel bei sich führen, aber die Angel des erwachsenen Anglers auswerfen und unter Aufsicht den Drill durchführen. Es darf keinesfalls einen lebenden Fisch abködern und diesen betäuben oder töten.

Der erwachsenen Angler, bei dem das Kind mitangelt, muss eine Person sein, die im vollem Umfang Autorität über das Kind besitzt. Sie muss jederzeit eingreifen können und darf sich nicht vom Angelplatz entfernen.


- Kinder bzw. Jugendliche zwischen 9 und 16 Jahren

Nachtangeln.JPGDem Jugendlichen kann durch die Fischereibehörde ein Jugend- fischereischein ohne Fischerei- scheinprüfung erteilt werden. Er darf nur in Begleitung eines volljährigen Fischereischeininhabers angeln gehen, es sei denn, der Jugendliche ist seit mindestens einem Jahr Mitglied in einem Angelverein.

Das Kind bzw. der Jugendliche benötigt zum Angeln einen gültigen Erlaubnisschein. Die Aufsichts- person (volljähriger Fischereischein- inhaber) benötigt nur dann einen Erlaubnisschein, wenn sie selbst das Angeln ausübt.

Anträge für einen Jugendfischereischein gibt es hier.


- Jugendliche ab 14 Jahren

Kinder_angeln.JPGMit Vollendung des 14. Lebensjahres kann ein Jugendlicher an der staatlichen Fischerei- scheinprüfung (als Sachkunde- nachweis) teilnehmen und nach bestandener Prüfung einen Fischereischein erhalten. Die Teilnahme an einem Vorbe- reitungslehrgang zur Prüfung kann entfallen, wenn der Jugendliche bereits seit 2 Jahren in einem Angelverein organisiert ist.

Unter der weiteren Voraussetzung eines gültigen Erlaubnisscheines oder einer sonstigen Nutzungsberechtigung für das jeweilige Angelgewässer kann er damit alleine ohne Aufsicht eines Erwachsenen angeln.


- Jugendliche ab 16 Jahren

Karpfenangeln.JPGAb dem vollendeten 16. Lebensjahr besteht Fischereischeinpflicht, so dass ein Jugendlicher auch unter Aufsicht eines erwachsenen Anglers nur noch angeln darf, wenn er selbst die Fischereischeinprüfung als Sachkundenachweis bestanden hat sowie im Besitz eines Erlaubnisscheines ist. Deshalb sollte rechtzeitig an die Teilnahme an einem Vorbereitungslehrgang mit anschließender Fischereischein- prüfung gedacht werden.

Die Teilnahme an einem Vorbereitungslehrgang zur Prüfung kann entfallen, wenn der Jugendliche seit 2 Jahren in einem Angelverein organisiert ist.

Anträge für den sächsischen Fischereischein gibt es hier.


Schnupperangeln

Schnupperangeln.JPGOftmals führen Angelvereine Veranstaltungen durch, um Kindern und Jugendlichen das Hobby Angeln näher zu bringen, ihr Interesse zu wecken und sie gleichzeitig das Angeln selbst einmal ausprobieren zu lassen. Bei diesen Veranstaltungen entfällt für die Jugendlichen die Fischereischeinpflicht, da sie von sachkundigen Vertretern des Vereins beaufsichtigt werden. So bleiben auch die Belange des Tierschutzes gewahrt.



Vorbereitungslehrgänge und Fischereischeinprüfung

Der Vorbereitungslehrgang dauert 30 Unterrichtsstunden. Er beinhaltet einen theoretischen Teil und eine praktische Einweisung in den Gebrauch der Fanggeräte und in die Behandlung gefangener Fische.

Die Fischereischeinprüfung erstreckt sich auf folgende Sachgebiete, aus denen jeweils 12 Fragen von annähernd gleichem Schwierigkeitsgrad gestellt werden:

  1. allgemeine Fischkunde (Bau des Fischkörpers, Bau und Funktion der Organe, Altersbestimmung, Unterscheidung der Geschlechter, Fischkrankheiten),
  2. besondere Fischkunde (Artenkenntnis),
  3. Gewässerkunde (Gewässertypen, Gewässerzonen, Sauerstoff- und Temperaturverhältnisse, Fischhege, Besatzmaßnahmen, Gewässerökologie, Gewässerpflege, Gewässerverunreinigungen),
  4. Gerätekunde (erlaubte und verbotene Fanggeräte, Fangmethoden, Behandlung gefangener Fische, Entnahme von Wasserproben) und
  5. Gesetzeskunde (Grundzüge und wichtige Einzelbestimmungen des Fischereirechtes, des Natur- und Artenschutzes, des Umweltrechts und des fischspezifischen Straf- und Ordnungswidrigkeitenrechts).

Prüfungstermine werden nach Bedarf durch die Prüfungsleiter in den jeweiligen Regionalverbänden bestimmt.

Testprüfung hier

Landesverband Sächsischer Angler e. V.

Rennersdorfer Straße 1

01157

Dresden

+49 (0)351 4275115

info@landesanglerverband-sachsen.de

 
08.10.2020 Zentraler Umwelttag des Landesverbandes Sächsischer Angler e. V. -  Hinweise für Vereine
00.00.0000 LTV: Sommertemperaturen führen zu vermehrtem Algenwachstum - Blaualgen in einzelnen Stauanlagen -  In einigen Stauanlagen der Landestalsperrenverwaltung treten derzeit wieder verstärkt Blaualgen auf. Begünstigt wird die Algenblüte durch die lang andauernde warme Wettersituation mit viel Sonneneinstrahlung. Besonders betroffen sind bei den Brauchwasseranlagen im Landkreis Nordsachsen die Talsperren Horstsee, Döllnitzsee, Schadebach II sowie der Große Teich Torgau. Im Landkreis Leipzig treten Blaualgen verstärkt in den Talsperren Schömbach (teilweise auch Altenburger Land) und Göttwitzsee sowie im Stausee Rötha, im Speicherbecken Witznitz und im Speicherbecken Lobstädt auf. Im Landkreis Mittelsachsen sind die Talsperre Baderitz und der Untere Großhartmannsdorfer Teich betroffen. An den Talsperren Koberbach (Landkreis Zwickau) und Bautzen (Landkreis Bautzen) - beides EU-Badegewässer - liegt aktuell vom jeweils zuständigen Gesundheitsamt eine Empfehlung vor, nicht zu Baden. Grund ist die Entwicklung von Blaualgen und eine geringe Sichttiefe (kleiner als 1 Meter). Auch an der Talsperre Pirk beobachtet die Landestalsperrenverwaltung, dass sich zunehmend Blaualgen bilden. An dieser Anlage liegt aber noch keine Warnung des Gesundheitsamtes vor. Das Algenwachstum wird durch die hohen Temperaturen angeregt. Im Wasser gelöste Nährstoffe, vor allem Phosphor, fördern diese Entwicklung. Mit dem vermehrten Wachstum und späteren Absterben der Algen geht wiederum ein deutlicher Sauerstoffentzug des Wassers einher. Blaualgen kommen in geringen Mengen in fast jedem Gewässer vor. Problematisch wird es, wenn sie sich massenhaft vermehren, wie es zum gegenwärtigen Zeitpunkt geschieht. Bei Personen mit sensibler Haut kann der Wasserkontakt Hautreizungen verursachen. Das Wasser sollte nicht verschluckt werden. Hintergrund: Die Landestalsperrenverwaltung bewirtschaftet 87 Talsperren, Hochwasserrückhaltebecken und Speicherbecken im Freistaat Sachsen. 23 der Anlagen sind Trinkwassertalsperren, zehn Anlagen sind als EU-Badegewässer ausgewiesen. Für die Bewertung der Badegewässer sind die jeweiligen Gesundheitsämter zuständig. Informationen dazu gibt es im Internet unter: https://www.gesunde.sachsen.de/badegewaesser.php In Trinkwassertalsperren ist es grundsätzlich verboten zu baden. Bei diesen Anlagen ist jeweils die Trinkwasserqualität einer ganzen Region davon abhängig.
14.07.2020 Sächsische Corona-Schutz-Verordnung vom 14.07.2020 -  Die neue sächsische Corona-Schutz-Verordnung ist am 14.07.2020 in Kraft getreten. Im § 2 (Kontaktbeschränkung, Abstandsregelungen, Mund-Nasenbedeckung) heißt es im Absatz (2): (2) Zusammenkünfte und Ansammlungen im öffentlichen Raum sind nur zulässig allein und mit den Angehörigen des eigenen Hausstandes, in Begleitung der Partnerin oder des Partners, mit Personen, für die ein Sorge- oder Umgangsrecht besteht, und 1. mit Angehörigen eines weiteren Hausstandes oder 2. mit bis zu zehn weiteren Personen Im Absatz (9) heißt es nun weiterhin: (9) Zusammenkünfte und Ansammlungen im öffentlichen Raum sind abweichend von Absatz 2 bei Einhaltung des Mindestabstandes von 1,5 Metern erlaubt. § 5 bleibt unberührt. Aus dieser Verordnung heraus ergeben sich Freiräume für gemeinschaftliche Aktivitäten im Verein. Wir weisen jedoch ausdrücklich darauf hin, dass der rechtliche Vertreter des Vereins (der Vorstand) verantwortlich ist für die Einhaltung der entsprechenden Regelungen aus der Verordnung und im Falle eines Verstoßes haftet. Fragen zum Umgang mit der Corona-Schutz-Verordnung bzw. deren Auslegung können zudem an das Gesundheitsamt des entsprechenden Landratsamtes gestellt werden. Für die Jugendarbeit gibt es einen neuen Absatz in der Sächsischen Corona-Schutz-Verordnung und in der Allgemeinverfügung werden die Auflagen konkretisiert. Im Grunde ist vieles nicht neu, aber verdeutlicht unsere Anliegen (z. B. innerhalb eines geschlossenen Zeltlagers muss man keinen Abstand halten, es gibt keine Teilnehmer-Begrenzungen). Hierzu ist in Punkt 6 der Allgemeinverfügung folgendes festgelegt: Für Maßnahmen der Familien,- Kinder- und Jugenderholung sind zudem folgende Hygieneregeln zu beachten: Das Hygienekonzept des Veranstalters ist unter Berücksichtigung des Hygienekonzepts der Beherbergungsstätte zu erstellen. Dabei sind die allgemeinen Regelungen dieser Allgemeinverfügung zwingend aufzunehmen. Die Anzahl der Teilnehmer einschließlich Betreuer soll die örtlichen Gegebenheiten und die Abgrenzbarkeit der Gruppen berücksichtigen. Die Maßnahmen sind in festen Gruppen durchzuführen; Kontakte zu anderen Gruppen oder Einzelpersonen sind zu vermeiden. Der Mindestabstand von 1,5 Metern ist, wo immer möglich, einzuhalten. Wenn die Angebote in festen wiederkehrenden Gruppen mit datenschutzkonformer und datensparsamer Kontaktnachverfolgung durchgeführt werden können, muss der Mindestabstand innerhalb der Gruppe nicht eingehalten werden.
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