Landesverband Sächsischer Angler e. V.

Anerkannte Naturschutzvereinigung gem. § 32 SächsNatSchG, anerkannte Umweltvereinigung gem. § 3 UmwRG

 
« zurück blättern 
alle News im Überblick
weiter blättern » 

Planungen für Wasserkraftnutzung in Erdmannsdorf stoßen weiterhin auf Widerstand

NABU und Landesverband Sächsischer Angler e.V. legen Widerspruch gegen Behördenentscheidung ein

29.07.2015
In Augustusburg sind an der Zschopau im Landschaftsschutzgebiet „Augustusburg-Sternmühlental“ und europäischen Fauna-Flora-Habitat-Gebiet „Zschopautal“ die Errichtung und der Betrieb einer Wasserkraftanlage (WKA Erdmannsdorf) geplant. Am Standort sind Reste des alten Wehres vorhanden, welches derzeit noch für größere Fischarten (Bachforelle, Äsche) und für sich am Grund bewegende Arten passierbar ist. Ein Turbinenhaus oder Reste einer ehemaligen WKA sind nicht mehr vorzufinden. Das Wasserrecht ist erloschen.

Die Planungen für eine Wasserkraftnutzung in Erdmannsdorf stoßen seit langem auf den Widerstand von Umweltverbänden. „Gleich zwei Schutzgebiete, davon eines mit europäischen Schutzstatus, sind durch die geplante Anlage betroffen. Das zeigt, dass hier die Naturschutzbelange an erste Stelle stehen sollten“, so Joachim Schruth vom NABU, Landesverband Sachsen. Hinzu kommen die Ziele der europäischen Wasserrahmenrichtlinie, welche eine Verschlechterung eines Gewässerzustandes verbieten.

Für das Landratsamt Mittelsachsen überwiegt das öffentliche Interesse an einer Energieerzeugung aus Wasserkraft, deshalb möchte es die naturschutzrechtliche Befreiung erteilen. Der NABU Landesverband Sachsen und der Landesverband Sächsischer Angler haben gegen diese Entscheidung Widerspruch eingelegt. Jens Felix, Geschäftsführer des Anglerverbandes fügt hinzu, dass für einen Betrieb der Anlage aus Verbandssicht kein gültiges Altrecht vorliegt und somit ein vereinfachtes Genehmigungsverfahren nicht möglich ist. Wenn überhaupt, kann die Genehmigungsfähigkeit für die Anlage, nur über ein wasserrechtliches Planfeststellungsverfahren mit Prüfung aller Umweltbelange erreicht werden.

Hintergrund:
Laut Erlass des Sächsischen Staatsministeriums für Umwelt und Landwirtschaft zum Verwaltungsvollzug bei Wasserkraftanlagen aus dem Jahr 2010 sollen keine neuen Anlagen mehr errichtet werden. Wenn überhaupt, sollen unter Beachtung ökologischer Kriterien bestehende Anlagen ausgebaut werden. Da es sich jedoch um eine sogenannte „ermessensleitende Festlegung“ handelt, verfügen die zuständigen Behörden über einen gewissen Spielraum in ihrer Entscheidung. Und eben diesen nutzen einzelne Behörden aus. Und so fällt die Entscheidung meist nicht im Sinne des Schutzgutes Fließgewässer, sondern oft im Sinne des finanziellen Gewinnes Einzelner.

« zurück blättern 
alle News im Überblick
weiter blättern » 

Landesverband Sächsischer Angler e. V.

Rennersdorfer Straße 1

01157

Dresden

+49 (0)351 4275115

info@landesanglerverband-sachsen.de

 
00.00.0000 Datenschutz im Verein - kein Grund zur Panik!  -  INFORMATIONEN DES LV SÄCHSISCHER ANGLER e. V. und der Regionalverbände AV "Elbflorenz" Dresden e. V., AV Leipzig e. V. und AV Südsachsen Mulde/Elster e. V.
00.00.0000 LTV: Starkregen im Vogtland erfordert sensible Steuerung der Talsperre Pirk -  Bei den gestrigen lokalen Starkniederschlägen im Vogtland wurde der Hochwasserrückhalteraum der Talsperre Pirk komplett eingestaut. Derzeit (Freitag, 25. Mai 2018, 13 Uhr) befindet sich die Talsperre deshalb noch im Überlauf. Die Zuläufe sind weiterhin erhöht, da das Niederschlagswasser aus dem Einzugsgebiet noch in die Talsperre fließt. Die Talsperre wird derzeit so gesteuert, dass der Pegel Magwitz direkt unterhalb der Talsperre unter dem Niveau der Alarmstufe 3 gehalten werden kann. Der Hochwasserrückhalteraum der Talsperre Pirk stand zu Beginn der Starkniederschläge vollständig zur Verfügung. Der Einstau des Hochwasserrückhalteraums begann gegen 16 Uhr. Gegen 19 Uhr war der Stauraum komplett gefüllt, so dass das Wasser über die Hochwasserentlastungsanlage abgegeben werden musste. Durch diese Steuerung der Talsperre konnte im Unterlauf der Weißen Elster am Pegel Magwitz die Alarmstufe 3 bis in die Nacht gehalten werden. Talsperre Pirk Die Talsperre Pirk ist mit rund 7,8 Millionen Kubikmetern Inhalt eine mittelgroße Anlage im Freistaat Sachsen. Ihr Einzugsgebiet ist mit 374,5 Quadratkilometern jedoch sehr groß. Gebaut wurde die Talsperre im Tal der Weißen Elster zwischen 1935 und 1939 zur Versorgung der Textilindustrie mit Brauchwasser. Seit dem Untergang der Textilindustrie in der Region Ende des 20. Jahrhundert dient sie vorrangig dem Hochwasserschutz und der Niedrigwasseraufhöhung der Weißen Elster in Trockenzeiten. Die Talsperre hat sich zudem zu einem beliebten Naherholungsziel entwickelt. TECHNISCHE DATEN Lage: westlich von Oelsnitz / V. Bauzeit: 1935 - 1939 HYDROLOGIE / NUTZUNG Gestautes Gewässer: Weiße Elster Gesamt - Einzugsgebiet: 374,5 km² Mittlerer Jahreszufluss: 107 Mio. m³ garantierte Wildbettabgabe: 350 Liter pro Sekunde STAUBECKEN Gesamtstauraum: 9,4 Mio. m³ davon Betriebs- und Reserveraum: 7,8 Mio. m³ gewöhnlicher Hochwasserrückhalteraum: 0,76 Mio. m³ max. Beckentiefe / Stauhöhe: 12,80 m ABSPERRBAUWERK Höhenlage der Mauerkrone: 386,22 m ü. NN Kronenlänge: 250,00 m Kronenbreite: 3,65 m max. Höhe über Gründungssohle: ca. 23,20 m Bauwerksvolumen: 50.000 m³
00.00.0000 Delegiertenversammlung des Landesverbandes Sächsischer Angler e. V. - ein Resümee -  Kampf gegen Bürokratie und für gute Angelbedingungen!
Akzeptieren

Cookies helfen uns bei der Bereitstellung unserer Dienste. Durch die Nutzung unserer Dienste erklären Sie sich damit einverstanden, dass wir Cookies setzen. Erfahren Sie mehr