Landesverband Sächsischer Angler e. V.

Anerkannte Naturschutzvereinigung gem. § 32 SächsNatSchG, anerkannte Umweltvereinigung gem. § 3 UmwRG

 
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Glasaalbesatz an der Elbe


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Pro und Kontra von Besatzstrategien

14.03.2022

Zusammen mit dem AV ''Stadt Pirna'' e. V. und der AVD Angel-Service GmbH - Teichwirtschaft Zschorna hat der Anglerverband ''Elbflorenz'' Dresden e. V. (AVE) am 04.03.2022 erstmals Glasaale (Anguilla anguilla) in die Elbe bei Pirna gesetzt.

Beim Aalbesatz gibt es zwei Strategien, die verfolgt werden können. Der Besatz mit den schon größeren und in Aufzuchtbecken angefütterten Farmaalen und der Besatz mit Glasaalen unmittelbar nach dem Fang auf offener See. Der Besatzzeitpunkt und -ablauf mit Farmaalen ist gut planbar und kann besser bestimmt werden als beim Glasaal. Dies ist nicht zu unterschätzen, da Besatz immer mit einem hohen logistischen Aufwand verbunden ist und die Qualität der Fische durch einen nicht optimalen Transport deutlich sinkt. Dem gegenüber stehen leicht bessere Wachstums- und Überlebensraten bei gleichzeitig geringerem Stückpreis. Schwierigkeiten entstehen beim Farmaalbesatz zudem bei der Nahrungsumstellung von Trockenfutter auf Naturnahrung. Diese Problematik fällt beim Glasaalbesatz weg.

Der initiale Besatz mit 1000 Glasaalen in die Elbe diente als Pilotprojekt, um den gesamten Ablauf vom Kauf bis zum Besatz einmal durchzuspielen und die Strategie in Zukunft ggf. komplett umzustellen.

Die Elbe erfüllt als natürliches Besatzgewässer alle Ansprüche, die ein nachhaltiger Besatz von Aalen erfüllen muss. Es besteht zunächst eine direkte Verbindung zur offenen See. Das Abwandern in der Elbe als Bundeswasserstraße ist für den Aal mit vergleichsweise niedrigen Hürden verbunden. Außerdem ist der Lebensraum nach Nahrungs- und Habitatangebot sehr gut geeignet.

Die Aalbestände sind in den letzten Jahrzehnten stark rückläufig. Die Gefährdungsursachen sind zahlreich und umso wichtiger ist ein verantwortungsvoller und fachlich einwandfreier Umgang mit dieser faszinierenden Tierart.

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Landesverband Sächsischer Angler e. V.

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19.09.2022 Erklärung der Schiffbarkeit und des Gemeingebrauches am Berzdorfer See - Anglerverband legt Widerspruch ein -  Das Präsidium des AV „Elbflorenz“ Dresden e.V. (AVE) hat am 09. September 2022 einen einstimmigen Beschluss gefasst, Widerspruch gegen die Allgemeinverfügungen zur Erklärung der Schiffbarkeit am Berzdorfer See einzulegen. Zu groß waren die Einschränkungen, die mit diesen Allgemeinverfügungen einhergingen. Die Erklärung der Schiffbarkeit am Berzdorfer See unter den veröffentlichten Bedingungen könnte der Anfang vom Ende des Angelns sein, wie wir es kennen. Warum ist das so? Laut Allgemeinverfügung darf der Berzdorfer See fünf Monate im Jahr nicht mit Booten befahren werden. Zudem ist jegliche Bootsbefahrung in den Nachtstunden inkl. der Dämmerung verboten. Demzufolge ist das Angeln vom Boot auch in der Dämmerung und Nacht staatlich nicht zulässig. Darüber hinaus sind große Flächen dauerhaft von jeder Bootsbefahrung ausgenommen. Das Gewässer ist gerade einmal zu 21 % vom Boot aus nutzbar, wenn man alle Flächensperrungen und zeitlichen Einschränkungen zusammenzählt. Als Begründung für derartige Einschränkungen führen die Landesdirektion Sachsen (LDS) und der Landkreis Görlitz als verfahrensführende Behörden den Arten- und Naturschutz an. Demnach reicht ein einzelnes Boot aus, um eine erhebliche Störung von besonders geschützten Vogelarten zu rechtfertigen. Dabei geht es nicht darum, ob das Boot tatsächlich ein Individuum oder einen ganzen Bestand vernichtet. Nein, es reicht aus, wenn nicht sicher ausgeschlossen werden kann, ob es das könnte. Deshalb unterbindet man lieber gleich den Großteil der Bootsnutzung. Gerechtfertigt werden Einschränkungen mit EU-Vorgaben und höchstrichterlichen Urteilen. Hier kann man nur sagen, armes Deutschland! Wir sind offensichtlich in Sachsen nicht mehr in der Lage, selbst zu denken und zeigen mit dem Finger auf Brüssel und die Gerichte, deren Richter nur das umsetzen müssen, was die Legislative vorgibt. Der gesamte Strukturwandel in der Lausitz und im mitteldeutschen Raum wird mit einer solchen Behördensichtweise in Frage gestellt. Das Novum in den Verwaltungsverfahren am Berzdorfer See und die eigentliche Brisanz liegen darin, dass der Angelfischerei durch das grüne sächsische Umweltministerium die Mitwirkung an der Hege abgesprochen wurde. Die Landesdirektion Sachsen und der Landkreis Görlitz haben diese Argumentation offensichtlich dankbar aufgegriffen, um gleich einmal das ganze Sächsische Fischereigesetz und unsere Gemeinwohlleistungen als Angler ad absurdum zu führen. Das Angeln ist neuerdings auf dem Papier nicht mehr als nur ein Freizeitsport. Ein Hegebeitrag der Angelfischerei wird nicht anerkannt. Der Fischfang mit der Handangel durch Erlaubnisscheininhaber, also unseren knapp 50.000 Mitgliedern, wird nicht mehr als fischereiliche Maßnahme akzeptiert. Daher haben die Verwaltungsverfahren am Berzdorfer See Referenzcharakter für alle weiteren Gewässer in Sachsen.
26.08.2022 Schiff ahoi und gute Fahrt auf dem Berzdorfer See – aber nicht so! -  Am 25.08.2022 verkündete die Landesdirektion Sachsen die Erklärung der Schiffbarkeit am Berzdorfer See.
01.06.2022 Sächsische Fischereiverordnung in Kraft getreten -  Das Sächsische Staatsministerium für Energie, Klimaschutz, Umwelt und Landwirtschaft (SMEKUL) hat mitgeteilt, dass die Sächsische Fischereiverordnung am 01.06.2022 in Kraft getreten ist. Die Verordnung kann im nachfolgenden Link eingesehen werden.
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