Landesverband Sächsischer Angler e. V.

Anerkannte Naturschutzvereinigung gem. § 32 SächsNatSchG, anerkannte Umweltvereinigung gem. § 3 UmwRG

 
 
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Corona-Hinweise für Anglervereine

Stand: 10.11.2020

10.11.2020
Seit Beginn der Corona-Pandemie im Frühjahr 2020 herrscht eine große Verunsicherung bei uns, unseren Mitgliedsvereinen und deren Mitgliedern gleichermaßen. Unzählige Verordnungen, Veröffentlichungen und die tagtägliche Medienberichterstattung verwirren in erster Linie. Seitens der zuständigen Behörden vermissen wir eine leicht verständliche und
stets aktualisierte Handreichung für Vereine, was getan werden darf und was zu unterlassen ist. Auch uns bleibt nichts anderes übrig, als bei Anfragen auf die geltende Rechtslage zu verweisen. Und diese ist keineswegs leicht verständlich.

Dennoch gehört es zu unseren Pflichten als Dachverband, unsere Mitglieder über die zwei wichtigsten Rechtsgrundlagen für die Vereinsarbeit zu informieren:

1. Sächsische Corona-Schutz-Verordnung
2. Allgemeinverfügung - Anordnung von Hygieneauflagen zur Verhinderung der Verbreitung des Corona-Virus


Beide werden zurzeit monatlich aktualisiert und unter folgender Webseite veröffentlicht:
https://www.coronavirus.sachsen.de/amtliche-bekanntmachungen.html

Zudem gelten noch die aktuellen Festlegungen des jeweiligen Landkreises oder der kreisfreien Stadt. Der Freistaat Sachsen verweist bei Vereinsfragen auf die Veröffentlichung des Landessportbundes Sachsen. Allerdings kann auch der Landessportbund nur rechtsunverbindlich informieren. Jedoch sind dessen Informationen schon sehr ausführlich und decken einen Großteil des Fragenpools ab, der auch für unsere Tätigkeit als organisierte Angler äußerst lesenswert ist:

https://www.sport-fuer-sachsen.de/fuer-mitglieder/vereinsberatung/corona-faq/

Am 27. März 2020 hat die Bundesregierung das Gesetz zur Abmilderung der Folgen der COVID-19-Pandemie im Zivil-, Insolvenz- und Strafverfahrensrecht beschlossen. Demnach gelten zurzeit vereinfachte Vereinsabläufe bei Versammlungen und bei Beschlüssen, die im Paragrafen 5 zu finden sind (zu finden unter https://www.bmjv.de).

Im Herbst 2020 gingen die Corona-Fallzahlen wieder so stark nach oben, dass mit der Sächsischen Corona-Schutzverordnung vom 30.10.2020 ein neuer Teil-Lockdown beschlossen wurde. Demnach sind für uns nach einigen Monaten der Lockerungen nur noch notwendige Gremiensitzungen von Vereinen rechtlich möglich. Ein eigenes schriftliches Hygienekonzept ist dazu verpflichtend. Mehrere Vorschläge und Hinweise dazu sind im Internet abrufbar. Weitere Einschränkungen bis hin zum kompletten Veranstaltungsverbot sind denkbar und derzeit nicht kalkulierbar.

Bei allem Verständnis über die Komplexität und die sich stets ändernde Situation halten wir es für unzumutbar von unseren Vereinen zu verlangen diesen stets in den richtigen Fahrwassern zu halten. Daher möchten wir einige wichtige Themen zur Realisierung der Vereinsarbeit in beantworten. In erster Linie kommt es uns dabei auf die Realisierbarkeit in der Anglervereins-Praxis an.

Darf ich in Sachsen noch angeln gehen?
- Angeln ist erlaubt
- Einhaltung eines Mindestabstandes von 1,5 m erforderlich
- Kontaktbeschränkung auf maximal 10 Personen aus maximal zwei Hausständen

Darf derzeit an sächsischen Angelgewässern kontrolliert werden?
- Kontrollen dürfen unter Beachtung des Mindestabstandes von 1,5 m oder mit Mund-Nase-Bedeckung, wenn dieser Mindestabstand nicht eingehalten werden kann, durchgeführt werden

organisierte Vereinsangeln und Jugendveranstaltungen
- organisierte Vereinsangeln und Jugendveranstaltungen sind derzeit nicht erlaubt

Mitgliederversammlung und Vorstandssitzung vor Ort als Präsenzveranstaltung
- notwendige Gremiensitzungen können stattfinden, wenn die Einhaltung eines Mindestabstandes von 1,5 m eingehalten werden oder eine Mund-Nase-Bedeckung getragen wird
- Es ist ein eigenes Hygienekonzept zu erstellen und
- Empfehlung Mund-Nase-Bedeckung, regelmäßige Handhygiene und Beachtung der Niesetikette sowie Teilnahme nur von Personen ohne Corona-Symptomen (Hinweise sichtbar aushängen oder in Papierform verteilen)
- ausreichendes Lüften von geschlossenen Räumen
- Versammlungsdauer auf das Notwendigste begrenzen
- möglichst auf Gäste verzichten
- Anwesenheitsliste mit Kontaktdaten der Teilnehmer führen (Name, Postleitzahl, Datum, Zeit des Aufenthaltes, Telefonnummer oder E-Mail-Adresse

Mitgliederversammlung und Vorstandssitzung ohne Teilnahme oder elektronisch (derzeit nur für dieses Jahr möglich)
- Berichte und schriftliche Beschlussvorlagen an alle Mitglieder schriftlich versenden
- angemessene Frist zur Rückäußerung setzen
- mindestens die Hälfte der Mitglieder muss in Textform abgestimmt haben
- satzungsgemäße Mehrheiten sind zu beachten

Marken- und Erlaubnisscheinausgabe
- derzeit nur bedingt und im Rahmen notwendiger Gremiensitzungen möglich
- Ausgabe im Idealfall gestaffelt und nur mit Voranmeldung des jeweiligen Mitglieds durchführen
- Postversand an die Mitglieder auf eigene Gefahr über den jeweiligen Verein möglich, wenn vom Mitglied zum Zeitpunkt der Ausgabe und mindestens am ersten Geltungstag des Jahreserlaubnisscheines ein gültiger Fischereischein nachgewiesen werden kann
- jeder Mitgliedsverein kann davon Gebrauch machen, muss es aber nicht!
- Versand per Post auf eigene Gefahr
- Überprüfung der Adresse auf Richtigkeit (durch das Mitglied selbst)
- die Rücksendung der ausgewerteten Fangbücher 2020 an den Verein muss durch das Mitglied gewährleistet werden
- die Erlaubnisscheinnachweisliste muss äußerst penibel durch den Verein geführt werden
- Erlaubnisscheine müssen durch jedes Mitglied eigenständig unterschrieben werden
- ggf. Übernahme der Portokosten durch das Mitglied

- beim Postversand ist der Verein gehalten folgendes beachten und beim Mitglied verschiedene Unterlagen abfordern:
- Erlaubnisschein 2020
- Kopie Fischereischein
- Versandadresse abgleichen (direkt vom Mitglied, damit die Richtigkeit gewahrt bleibt)
- evtl. Koppelung mit Beschlussvorlagen und Abstimmung (siehe vorheriger Absatz)
- beim Versand kommt das neue Gewässerverzeichnis dazu (höhere Portokosten)

- der Versand per Post erfolgt auf eigene Gefahr und die Registrierung der Erlaubnisscheinliste sollte mit Postversand-Datum erfolgen

Arbeitseinsätze
- großangelegte Vereinsarbeitseinsätze sind derzeit nicht möglich
- individuelle Arbeitseinsätze durch Mitglieder sind möglich (maximal 10 Personen aus zwei unterschiedlichen Hausständen)
- Einhaltung eines Mindestabstandes von 1,5 m erforderlich

Vereins- und Jubiläumsfeiern
- Vereins- und Jubiläumsfeiern dürfen derzeit nicht durchgeführt werden

Vereinspartnerschaften
- Teilnehmer aus Gebieten mit erhöhtem Infektionsrisiko können nur bedingt oder nicht an Veranstaltungen teilnehmen
- Reisewarnungen beachten


Wir möchten ausdrücklich betonen, dass es sich bei dieser Auflistung um eine freie Zusammenstellung auf Grundlage der aktuellen Rechtslage vom 06.11.2020 handelt. Regional kann es bei höherem Infektionsaufkommen zu weiteren Einschränkungen kommen. Ein rechtlicher Anspruch wird ausgeschlossen.



Bei Fragen zum Coronavirus in Sachsen können sich Bürger an die zentrale Corona-Hotline oder an das Bürgertelefon des jeweiligen Landkreises/der kreisfreien Städte wenden:

Zentrale Corona-Hotline
Telefon: 0800 100 0214


Bürgertelefon des Landkreises Bautzen
Telefon: 03591 5251-12121

Bürgertelefon der Stadt Chemnitz
Telefon: 0371 488-5302

Corona-Hotline der Stadt Dresden
Telefon: 0351 488-5322

Corona-Hotline des Erzgebirgskreises
Telefon: 03733 831-4444

Corona-Hotline des Landkreises Görlitz
Telefon: 03581 663-5656

Corona-Hotline der Stadt Leipzig
Telefon: 0341 123-0

Corona-Hotline des Landkreises Leipzig
Telefon: 03437 9845566

Corona-Hotline des Landkreises Meißen
Telefon: 03521 725-3435

Corona-Hotline des Landkreises Mittelsachsen
Telefon: 03731 799-6249 oder Tel. 03731 799-6230

Corona-Hotline des Landkreises Nordsachsen
Telefon: 03421 758-5555 oder 03421 758-5556

Corona-Hotline des Landkreises Sächsische Schweiz-Osterzgebirge
Telefon: 03501 515-1166 sowie 03501 515-1177

Corona-Hotline des Vogtlandkreises
Telefon: 03741 300-3570 oder: 03741 300-3571 bzw. -3572

Corona-Hotline des Landkreises Zwickau
Telefon: 0375 4402-21111

Anlagen 

 
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Landesverband Sächsischer Angler e. V.

Rennersdorfer Straße 1

01157

Dresden

+49 (0)351 4275115

info@landesanglerverband-sachsen.de

 
08.10.2020 Zentraler Umwelttag des Landesverbandes Sächsischer Angler e. V. -  Hinweise für Vereine
00.00.0000 LTV: Sommertemperaturen führen zu vermehrtem Algenwachstum - Blaualgen in einzelnen Stauanlagen -  In einigen Stauanlagen der Landestalsperrenverwaltung treten derzeit wieder verstärkt Blaualgen auf. Begünstigt wird die Algenblüte durch die lang andauernde warme Wettersituation mit viel Sonneneinstrahlung. Besonders betroffen sind bei den Brauchwasseranlagen im Landkreis Nordsachsen die Talsperren Horstsee, Döllnitzsee, Schadebach II sowie der Große Teich Torgau. Im Landkreis Leipzig treten Blaualgen verstärkt in den Talsperren Schömbach (teilweise auch Altenburger Land) und Göttwitzsee sowie im Stausee Rötha, im Speicherbecken Witznitz und im Speicherbecken Lobstädt auf. Im Landkreis Mittelsachsen sind die Talsperre Baderitz und der Untere Großhartmannsdorfer Teich betroffen. An den Talsperren Koberbach (Landkreis Zwickau) und Bautzen (Landkreis Bautzen) - beides EU-Badegewässer - liegt aktuell vom jeweils zuständigen Gesundheitsamt eine Empfehlung vor, nicht zu Baden. Grund ist die Entwicklung von Blaualgen und eine geringe Sichttiefe (kleiner als 1 Meter). Auch an der Talsperre Pirk beobachtet die Landestalsperrenverwaltung, dass sich zunehmend Blaualgen bilden. An dieser Anlage liegt aber noch keine Warnung des Gesundheitsamtes vor. Das Algenwachstum wird durch die hohen Temperaturen angeregt. Im Wasser gelöste Nährstoffe, vor allem Phosphor, fördern diese Entwicklung. Mit dem vermehrten Wachstum und späteren Absterben der Algen geht wiederum ein deutlicher Sauerstoffentzug des Wassers einher. Blaualgen kommen in geringen Mengen in fast jedem Gewässer vor. Problematisch wird es, wenn sie sich massenhaft vermehren, wie es zum gegenwärtigen Zeitpunkt geschieht. Bei Personen mit sensibler Haut kann der Wasserkontakt Hautreizungen verursachen. Das Wasser sollte nicht verschluckt werden. Hintergrund: Die Landestalsperrenverwaltung bewirtschaftet 87 Talsperren, Hochwasserrückhaltebecken und Speicherbecken im Freistaat Sachsen. 23 der Anlagen sind Trinkwassertalsperren, zehn Anlagen sind als EU-Badegewässer ausgewiesen. Für die Bewertung der Badegewässer sind die jeweiligen Gesundheitsämter zuständig. Informationen dazu gibt es im Internet unter: https://www.gesunde.sachsen.de/badegewaesser.php In Trinkwassertalsperren ist es grundsätzlich verboten zu baden. Bei diesen Anlagen ist jeweils die Trinkwasserqualität einer ganzen Region davon abhängig.
14.07.2020 Sächsische Corona-Schutz-Verordnung vom 14.07.2020 -  Die neue sächsische Corona-Schutz-Verordnung ist am 14.07.2020 in Kraft getreten. Im § 2 (Kontaktbeschränkung, Abstandsregelungen, Mund-Nasenbedeckung) heißt es im Absatz (2): (2) Zusammenkünfte und Ansammlungen im öffentlichen Raum sind nur zulässig allein und mit den Angehörigen des eigenen Hausstandes, in Begleitung der Partnerin oder des Partners, mit Personen, für die ein Sorge- oder Umgangsrecht besteht, und 1. mit Angehörigen eines weiteren Hausstandes oder 2. mit bis zu zehn weiteren Personen Im Absatz (9) heißt es nun weiterhin: (9) Zusammenkünfte und Ansammlungen im öffentlichen Raum sind abweichend von Absatz 2 bei Einhaltung des Mindestabstandes von 1,5 Metern erlaubt. § 5 bleibt unberührt. Aus dieser Verordnung heraus ergeben sich Freiräume für gemeinschaftliche Aktivitäten im Verein. Wir weisen jedoch ausdrücklich darauf hin, dass der rechtliche Vertreter des Vereins (der Vorstand) verantwortlich ist für die Einhaltung der entsprechenden Regelungen aus der Verordnung und im Falle eines Verstoßes haftet. Fragen zum Umgang mit der Corona-Schutz-Verordnung bzw. deren Auslegung können zudem an das Gesundheitsamt des entsprechenden Landratsamtes gestellt werden. Für die Jugendarbeit gibt es einen neuen Absatz in der Sächsischen Corona-Schutz-Verordnung und in der Allgemeinverfügung werden die Auflagen konkretisiert. Im Grunde ist vieles nicht neu, aber verdeutlicht unsere Anliegen (z. B. innerhalb eines geschlossenen Zeltlagers muss man keinen Abstand halten, es gibt keine Teilnehmer-Begrenzungen). Hierzu ist in Punkt 6 der Allgemeinverfügung folgendes festgelegt: Für Maßnahmen der Familien,- Kinder- und Jugenderholung sind zudem folgende Hygieneregeln zu beachten: Das Hygienekonzept des Veranstalters ist unter Berücksichtigung des Hygienekonzepts der Beherbergungsstätte zu erstellen. Dabei sind die allgemeinen Regelungen dieser Allgemeinverfügung zwingend aufzunehmen. Die Anzahl der Teilnehmer einschließlich Betreuer soll die örtlichen Gegebenheiten und die Abgrenzbarkeit der Gruppen berücksichtigen. Die Maßnahmen sind in festen Gruppen durchzuführen; Kontakte zu anderen Gruppen oder Einzelpersonen sind zu vermeiden. Der Mindestabstand von 1,5 Metern ist, wo immer möglich, einzuhalten. Wenn die Angebote in festen wiederkehrenden Gruppen mit datenschutzkonformer und datensparsamer Kontaktnachverfolgung durchgeführt werden können, muss der Mindestabstand innerhalb der Gruppe nicht eingehalten werden.
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