Landesverband Sächsischer Angler e. V.

Anerkannte Naturschutzvereinigung gem. § 32 SächsNatSchG, anerkannte Umweltvereinigung gem. § 3 UmwRG

 
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Störfaktor Mensch - neue Gedanken zum Artenschutz gefährden fischereiliche Nutzung am Bärwalder See

Gemeinsame Pressemitteilung mit dem Anglerverband

14.02.2020
Derzeit befinden sich zwei Verwaltungsverfahren zur Schiffbarkeit des Bärwalder Sees im Umlauf, die gewaltig für Sprengstoff sorgen. Die von der Landesdirektion Sachsen (LDS) vorgesehene Allgemeinverfügung am Bärwalder See sieht vor, eine zentrale Zone für den Naturschutz einzurichten. De facto ist beabsichtigt, zusätzlich zu den bestehenden Schutzzonen eine zentrale und dauerhafte Schutzzone von 2.000 m (kreisförmig) zu schaffen. Für diese gilt ein komplettes Befahrungsverbot für alle Wasserfahrzeuge. Weiterhin soll der komplette See im Zeitraum vom 01.11. bis 31.03. eines jeden Jahres für alle Wasserfahrzeuge gesperrt werden. Für die verbleibende Zeit gilt ein Nachtfahrverbot (einschließlich Dämmerungszeit). Ausschlaggebend soll laut Anhörungsunterlagen die Einschätzung der zuständigen Naturschutzbehörden auf Grundlage eines Artenschutzgutachtens aus dem Jahr 2018 sein. Jenes Gutachten selbst wurde dem Anglerverband „Elbflorenz“ Dresden e. V. (AVE) als Inhaber des Fischereirechtes und Verfahrensbeteiligten auch auf explizite Nachfrage nicht zur Verfügung gestellt. Als Gründe für die vorgesehenen Maßnahmen führt die LDS das Störungsverbot für europäische Vogelarten und den Schutz von Fortpflanzungs- und Ruhestätten an. Individualansammlungen einzelner Vogelarten wie Pracht- und Sterntaucher werden hierbei als lokale Population eingeordnet. Nach Auffassung der LDS hat der Bärwalder See für Prachttaucher eine mitteleuropaweite Bedeutung. Demzufolge müssten künftig ''erhebliche Störungen'', zu denen die optische und akustische Wirkung durch die Nutzung von Wasserfahrzeugen zählt, unterbunden werden. Dabei spiele es keine Rolle, ob die Wasserfahrzeuge tatsächlich störend wirken, sondern allein die Tatsache, dass es so sein könnte reiche aus, um die geplanten Befahrungsverbote zu rechtfertigen!

Dieser Entwurf der Allgemeinverfügung käme einer Enteignung des Fischereirechts gleich. Der AVE würde als Fischereiausübungsberechtigter in der Ausübung seiner Hegeverpflichtung signifikant eingeschränkt, das Fischereigesetz würde komplett ausgehebelt werden. Zudem würde diese Allgemeinverfügung zu einem Wegfall von Planungs- und Investitionssicherheiten (nicht nur für den Anglerverband) führen, was eine massive Gefährdung für die gesamte touristische Entwicklung in der Region nach sich zieht. Die Situation am Bärwalder See, dem größten Gewässer Sachsens, ist ein Präzedenzfall, welcher unter Umständen die gesamte Entwicklung der Bergbaufolgeseen in der Lausitz beeinflusst. Und das obwohl im verbindlichen Sanierungsrahmenplan geschrieben steht: ''Der Restsee wird neben seiner Funktion als Wasserspeicher auch für die Freizeit- und Erholungsnutzung zur Verfügung stehen.''

Aus diesem Grund fordern wir:

  • von allen beabsichtigten Verboten abzusehen, den Bärwalder See dem naturnahen touristischen und erholenden Gemeingebrauch zu entziehen;

  • eine ordnungsgemäße fischereiliche Nutzung zu ermöglichen (auch die Schaffung von fischereilichen Infrastrukturmaßnahmen am Merzdorfer Ufer);

  • das behördliche Ermessen angemessen und verhältnismäßig im Interesse der Bevölkerung abzuwägen.


Wir, der Landesverband Sächsischer Angler e. V. und der Anglerverband ''Elbflorenz'' Dresden e. V., werden uns mit allen Mitteln gegen die drohenden Einschränkungen wehren. Erst haben wir 8 Jahre dafür gesorgt, dass es einen guten und artenreichen Fischbestand im Gewässer gibt. Als Dank werden wir zukünftig schlimmstenfalls von den wichtigsten, fischereilich nutzbaren Flächen ausgesperrt! Gemeinsam mit unseren Partnern am Bärwalder See wollen wir uns für die Freizügigkeit in der Nutzung der Region als Ort der Erholung einsetzen. Hierbei geht es nicht darum, den Natur- und Artenschutz auszublenden. Ziel muss es sein, dass Maßnahmen aufgrund fundierter Fakten und mit Augenmaß unter Berücksichtigung aller Gewässernutzungen beschlossen werden. Den Menschen und die ordnungsgemäße fischereiliche Nutzung grundsätzlich als ''Störfaktor'' zu deklarieren und uns Angler als verantwortungsbewusste Naturnutzer auszusperren, kann und darf nicht das Ziel der Politik und der Verwaltung sein.


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Landesverband Sächsischer Angler e. V.

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00.00.0000 Corona und Angeln - Antworten auf die drängendsten Fragen unserer Mitglieder! (Stand: 21.04.2020) -  Leider befinden wir uns derzeit in einer Ausnahmesituation und Corona dominiert nahezu alle Lebensbereiche mit den entsprechenden Sorgen und Nöten. Im Anhang befindet sich eine nicht abschließende Auflistung der häufigsten Fragen, welche die Geschäftsstelle ereilen.
00.00.0000 CORONA VIRUS - Prävention und Umgang mit Veranstaltungen im Verein -  Liebe Vereinsvorstände, liebe Angelfreundinnen und Angelfreunde, durch die Corona-Virus-Pandemie gibt es derzeit auch Einschränkungen im allgemeinen Verbands- und Vereinsbetrieb. So gehen in den Geschäftsstellen der sächsischen Anglerverbände bezüglich der Corona-Virus-Pandemie auch Fragen zu den Aktivitäten in den Vereinen ein, so zum Beispiel: "Sollen unsere Arbeitseinsätze derzeit stattfinden?" "Müssen wir unsere Mitgliederversammlung absagen?" "Sollen wir die Jugendveranstaltung am Wochenende absagen oder stattfinden lassen?" UPDATE 23.03.2020 Es gilt seit 23.03.2020 folgende Allgemeinverfügung, wonach vorerst auch Versammlungen nicht mehr stattfinden dürfen: www.coronavirus.sachsen.de Derzeit überschlagen sich die Festlegungen und Allgemeinverfügungen auf Bundes, Landes- und Landkreisebene, teilweise auch innerhalb der Kommunen. Daher haben wir für unser Verbandsgebiet auf nachfolgende Webseiten der jeweiligen Landkreise bzw. der kreisfreien Stadt Dresden verlinkt. Auf diesen Webseiten gibt es die offiziellen Informationen und Festlegungen rund um das Thema CORONA. Allen Vereinsmitgliedern empfehlen wir, sich auf den jeweiligen Vereinsmedien (bspw. Webseite) zu erkundigen oder sich mit dem Vereinsvorstand eigenverantwortlich in Verbindung zu setzen, ob geplante Veranstaltungen stattfinden oder verschoben werden. Wir gehen davon aus, dass in den nächsten Wochen mehr Gewissheit in viele Dinge kommen wird und damit auch wieder mehr Planungssicherheit in die Veranstaltungsplanung gelangt. Für die aktuelle Situation wünschen wir all unseren Mitgliedern beste Gesundheit sowie alles Gute!
00.00.0000 Erfolgreiches Schulungswochenende der Jugend- und Gewässerwarte  -  Der ehrenamtliche Einsatz in den sächsischen Angelvereinen für die Umwelt und unsere Gesellschaft gehört in Sachsen genau so zum Angeln wie der Fang von Hecht, Karpfen und Co. selbst. Der Landesverband Sächsischer Angler e. V. sowie die drei Regionalverbände sind stolz auf jeden, der im Angelverein seinen Teil zum Umweltschutz und zur Jugendarbeit beiträgt. Aus diesem Grund haben die Verbandsvertreter schon 2007 beschlossen, eine Schulung sowohl für die Jugend- als auch die Gewässerwarte ins Leben zu rufen, um deren Arbeit mit Fachwissen und neuen Impulsen zu bereichern. Am vergangenen Wochenende hat der LVSA nun wieder jeweils 32 Gewässerwarte und 31 Jugendwarte aus ganz Sachsen zur Schulung ins Amedia Hotel in Dresden eingeladen. Dort wurden ihnen in den parallel laufenden Workshops mit den entsprechenden Fachvorträgen und vielen Beispielen aus der Praxis neue Denkanstöße und Anregungen für Ihre Arbeit im Verein vermittelt. Neben den fachlichen Inhalten, so zum Beispiel zu Limnologie, Gewässerökologie, Fischgesundheit und Besatzstrategien für die Gewässerwarte, oder die Herangehensweise für die Durchführung eines Schnupperangelns sowie wichtige Aspekte zum Thema Kinder- und Jugendschutz bei den Jugendwarten, wurden auch übergeordnete Themen wie etwa der Bereich Öffentlichkeitsarbeit thematisiert. Die Teilnehmer lobten das Schulungsangebot. Die entstandenen Diskussionen im Rahmen der Vorträge und die Gesprächsrunden am Abend mit den Kollegen aus den jeweils anderen Vereinen komplettierten und ergänzten die Schulungsinhalte. Ein besonderer Dank gilt den Referenten für ihre Arbeit, den Kollegen Anne Schöfer-Rothe und Klemens Schwanebeck für die Koordination in den Schulungsräumen sowie dem Hotel Amedia für die sehr gute Bewirtung der Schulungsteilnehmer. Auch wir im Landesverband haben uns viele Eindrücke und Anregungen der Schulungsteilnehmer mitgenommen, welche wir gern in die kommenden Schulungen einfließen lassen.
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