Landesverband Sächsischer Angler e. V.

Anerkannte Naturschutzvereinigung gem. § 32 SächsNatSchG, anerkannte Umweltvereinigung gem. § 3 UmwRG

 
« zurück blättern 
alle News im Überblick
weiter blättern » 

Informationen des Sächsischen Datenschutzbeauftragten

22.08.2018
Seit dem 25. Mai 2018 gilt in der Europäischen Union die neue Datenschutzgrundverordnung (DSGVO). Der Umgang mit dieser Verordnung sorgt nach wie vor für Unsicherheit und erhitzte Gemüter, sowohl in der freien Wirtschaft als auch in den Vereinen und anderen gemeinnützigen Organisationen. In der Diskussion haben sich in der Vergangenheit auch Missverständnisse und Unklarheiten herausentwickelt. Eine offizielle Stellungnahme des Sächsischen Datenschutzbeauftragten Andreas Schurig klärt einige der wichtigsten relevanten Fragen und räumt mit Vorurteilen auf.

Für unsere Mitgliedsvereine geht es vorrangig um die Adress- und Geburtsdaten ihrer Mitglieder. Einige Stimmen besagten, dass man zur Sicherheit überhaupt keine personenbezogenen Daten mehr speichern solle, was natürlich eine absolut überzogene Maßnahme wäre. Mitgliederdaten dürfen für Vereinszwecke und für die Betreuung und Verwaltung verarbeitet werden. Schurig sagt hierzu: "Dies erfolgt entweder auf der Grundlage der Vereinsmitgliedschaft und damit eines vertragsähnlichen Verhältnisses oder einer Interessenabwägung." Auch Geburtstagsglückwünsche seien von dieser Interessenabwägung im Allgemeinen gedeckt, solange sich in der Satzung des Vereins keine anders lautenden Regelungen befinden. Wenn sich einzelne Mitglieder nicht aktiv gegen die Nutzung der Daten aussprechen, so könne also davon ausgegangen werden, dass keine schutzwürdigen Betroffeneninteressen dieser Interessenabwägung entgegenstehen. Natürlich wird betont, dass die Nutzung nur im Rahmen der jeweiligen Vereinsaktivitäten und durch einen festgelegten Personenkreis, wie etwa der Vorstand bzw. die Geschäftsstelle, erfolgen darf.

Ein weiterer umstrittener Punkt ist das Anfertigen und Veröffentlichen von Fotos bei Vereinsaktivitäten. Auch hierzu äußert sich der Datenschutzbeauftragte. Grundsätzlich gilt neben der DSGVO nach wie vor das sogenannte Kunsturheberrechtsgesetz (KunstUrhG). Im § 23 steht hierzu, dass „Bilder von Versammlungen, Aufzügen und ähnlichen Vorgängen, an denen die dargestellten Personen teilgenommen haben“ auch ohne Einwilligung verbreitet und zur Schau gestellt werden dürfen. Einschränkungen dabei gäbe es nur, wenn durch die Verbreitung oder Schaustellung ein berechtigtes Interesse des Abgebildeten verletzt würde (Beispiel: der Abgebildete befindet sich in einer hilflosen Lage, er ist verletzt oder die Verbreitung würde den Abgebildeten in seiner Ehre verletzen). Weiterhin äußert sich der Datenschutzbeauftragte zur Veröffentlichung wie folgt:

"(...) im Übrigen kann die Veröffentlichung mit den entsprechenden Ausnahmetatbeständen des KunstUrhG bzw. mit einer Interessenabwägung nach der DSGVO gerechtfertigt werden. Damit können Fotos von Veranstaltungen, an denen die abgebildeten Personen teilgenommen haben und/oder auf denen sie praktisch nur als Beiwerk zu sehen sind, auch weiterhin ohne Einwilligung auf der Website oder in Printmedien veröffentlicht werden."

Die Annahme, dass die DSGVO dem Anfertigen und Veröffentlichen von Fotografien entgegenstehe, sei daher unzutreffend, so Schurig.
Dem Umgang mit personenbezogenen Daten sollte stets mit angemessenem Respekt begegnet werden. Das war jedoch auch schon vor der DSGVO der Fall. Wir warnen davor, sich durch die neue Verordnung übermäßig verunsichern zu lassen. Für die Verwaltung und Organisation der Vereine ist die Verarbeitung von Adressdaten unverzichtbar. Und eine wirksame Öffentlichkeitsarbeit ist nur mit aussagekräftigem Bildmaterial möglich.

Quelle und weitere Informationen:
https://www.saechsdsb.de/ds-gvo-missverstaendnisse-und-fehleinschaetzungen
(Stand: 05.06.2018; letztmalig abgerufen: 21.08.2018)

« zurück blättern 
alle News im Überblick
weiter blättern » 

Landesverband Sächsischer Angler e. V.

Rennersdorfer Straße 1

01157

Dresden

+49 (0)351 4275115

info@landesanglerverband-sachsen.de

 
26.08.2019 Freie Bahn für Fische in der Spree -  Pressemitteilung der Landesdirektion Sachsen
08.08.2019 Zweifelhafter Ratgeber der PETA gegen Angler -  Mit einem Artikel auf ihrer Webseite sorgen die Aktivisten der PETA erneut für Unmut und Zorn unter den Anglern und Anglerverbänden. In dem kürzlich veröffentlichten Beitrag erhalten vermeintliche Tierschützer einen Ratgeber, wie sie sich bei der Sichtung eines Anglers verhalten sollen. Die Ratschläge beinhalten wortwörtlich:
  • das Gespräch suchen und den Angler darüber informieren, dass Fische genau wie Hunde leben wollen und Schmerzen empfinden, dass sie ein Sozialleben haben und schlau sind
  • in der Nähe des Anglers Kieselsteine ins Wasser werfen
  • den Angler freundlich nach einem gültigen Fischereischein fragen
  • versuchen, die gefangenen Fische zu retten

Das alles könne man tun, nachdem man die Situation evaluiert und sich vergewissert habe, dass der Angler nicht aggressiv sei. Der Text wurde in der Zwischenzeit geändert. In der ursprünglichen Version wurde erwähnt, dass es gut möglich sei, dass der Angler unter Alkoholeinfluss steht und ohne gültigen Fischereischein angelt. Nun ist nur noch von Bierflaschen die Rede.

Dieser Ratgeber hat, wie eingangs bereits erwähnt, berechtigterweise zu einem Sturm der Entrüstung geführt. Auch wir als Landesverband und vereinte Stimme der drei sächsischen Regionalverbände sind entsetzt über diese bodenlose, unsachliche und absolut schamlose schriftgewordene Diffamierung von uns Anglern. Diese Zeilen sind eine Bevormundung jener Menschen, die nach abgelegter Sachkundeprüfung bewiesen haben, dass Sie den waidgerechten Umgang mit Tieren verstehen. Sie zeichnen bewusst das Bild eines alkoholisierten, gewaltbereiten Wilden, der aller Wahrscheinlichkeit nach eine Straftat begeht. Der Polizei könne man ja pauschal schon einmal Meldung machen. Dass der Artikel selbst mutmaßlich zu Ordnungswidrigkeiten und womöglich sogar Straftaten aufruft, sei dahingestellt. Schlimmer ist dieser unqualifizierte Vorstoß gegenüber unserem Engagement. Praktizierter Naturschutz in Form von tausenden ehrenamtlichen Arbeitsstunden am Gewässer, die Umsetzung fachlich untersetzter Hegepläne, aktive Jugendarbeit und Nachwuchsförderung - all das wird wieder einmal durch diese zwielichtige Organisation entwürdigt.

Wir fordern jedoch hiermit und gerade jetzt alle auf: bleibt sachlich, auch wenn es nach diesem Hieb schwerfällt! Nichts stärkt uns mehr als ein geschlossenes und vernünftiges Auftreten. Nichts bringt uns weiter nach vorn als der Gesellschaft zu zeigen, dass wir für unsere Interessen einstehen, unsere Natur respektieren und unsere Leidenschaft nach guter und sauberer fachlicher Praxis ausführen. Und zu nichts anderem werden damit diese hässlichen Auswüchse dieser Organisation führen, als sich letztlich selbst als lächerliche Pseudoschützer zu enttarnen.

Solltet Ihr, liebe Angler, dennoch Schwierigkeiten mit Organisationen dieser Art bekommen, so könnt Ihr auf uns oder die Mitarbeiter eurer Regionalverbände zukommen.

Der DAFV hat für Vorfälle dieser Art auch ein Meldeformular eingerichtet.
LINK

Über den besagten Fall ist der DAFV natürlich bereits informiert und hat Stellung bezogen.

LINK
12.06.2019 Update für den Angelatlas -  Wir haben unseren Angelatlas Sachsen aktualisiert. Bereits seit einigen Tagen sind in der Desktop-Ansicht die Marker freigeschalten. Diese kennzeichnen spezifische Gewässerabschnitte sowie Sperrbereiche und anderweitig relevante Positionen wie Parkplätze und Slip-Stellen. Die Marker werden jeweils durch die hauptamtlichen Mitarbeiter der Regionalverbände gepflegt. Ab heute sind auch die entsprechenden Updates für iOS und Android freigeschaltet. Sollte es zu Fehlern oder Problemen beim Betrieb der Apps kommen, dann nehmen wir die entsprechenden Hinweise unter folgender Email-Adresse entgegen: gewaesserverzeichnis@landesanglerverband-sachsen.de Wir wünschen viel Spaß mit dem Update und freuen uns über Rückmeldungen.
Links: Angelatlas-Sachsen
Appstore
Play Store HINWEIS: In den nächsten Wochen werden die vorhandenen Angel- und Sperrstrecken sukzessive eingearbeitet und ergänzt.
Akzeptieren

Cookies helfen uns bei der Bereitstellung unserer Dienste. Durch die Nutzung unserer Dienste erklären Sie sich damit einverstanden, dass wir Cookies setzen. Erfahren Sie mehr