Landesverband Sächsischer Angler e. V.

Anerkannte Naturschutzvereinigung gem. § 32 SächsNatSchG, anerkannte Umweltvereinigung gem. § 3 UmwRG

 
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Datenschutz im Verein - kein Grund zur Panik!

INFORMATIONEN DES LV SÄCHSISCHER ANGLER e. V. und der Regionalverbände AV "Elbflorenz" Dresden e. V., AV Leipzig e. V. und AV Südsachsen Mulde/Elster e. V.

Datenschutz ernst nehmen und handeln!

08.06.2018
Viele unserer Mitglieder sind seit Inkraftsetzung der Datenschutzgrundverordnung (DSGVO) am 25.05.2018 verunsichert, welche Daten wir als Verein/Verband von Mitgliedern noch erheben, speichern und verarbeiten dürfen.

Dazu möchten wir wie folgt Stellung nehmen:

1. Die DSGVO ist seit 25.05.2018 in Kraft und gilt seither in allen EU-Mitgliedsländern, so auch Deutschland, unmittelbar und verdrängt die bisherigen datenschutzrechtlichen Regelungen. Aufgrund von Öffnungsklauseln können die nationalen Gesetzgeber konkretisierende und ergänzende Gesetze erlassen. Hiervon hat der deutsche Gesetzgeber mit der Schaffung des neuen Bundesdatenschutzgesetzes (BDSG-neu) Gebrauch gemacht.
Die DSGVO kann eingesehen und heruntergeladen werden unter:
https://www.bfdi.bund.de/SharedDocs/Publikationen/Infobroschueren/INFO6.pdf

2. Die DSGVO gilt gem. Art.2 I für die Verarbeitung personenbezogener Daten. Personenbezogene Daten sind gem. Art. 4 I alle Informationen, die sich auf eine bestimmte Person beziehen. Dazu gehören nicht nur unmittelbar identifizierende Angaben wie Name, Anschrift u. Geb.-Datum, sondern auch sonstige Informationen, wie Familienstand, Zahl der Kinder, Beruf, Telefonnummern, Mailadressen, persönl. Interessen, Mitgliedschaften in Organisationen, Eigentums- und Besitzverhältnisse, Datum des Vereinsbeitritts, Platzierungen bei Wettbewerben usw. gleichviel, ob diese in Schrift, Bild oder Ton vorliegen.

3. Die Rechtmäßigkeit der Verarbeitung personenbezogener Daten richtet sich nach Art. 6 I DSGVO. Rechtmäßig ist danach die Verarbeitung, wenn entweder eine Einwilligung des Betroffenen gem. Art.6 I a vorliegt oder ein anderer in der DSGVO genannter Rechtsgrund vorliegt.

4. Die Verarbeitung personenbezogener Daten in den Vereinen ist nach der DSGVO daher gem. Art. 6 I b insbes. auch dann rechtmäßig, wenn die Verarbeitung zur Erfüllung eines Vertrages mit dem Betroffenen erforderlich ist. Die Mitgliedschaft in einem Verein ist ein solches Vertragsverhältnis, dessen Inhalt im Wesentlichen durch die Satzung und die Vereinsordnungen bestimmt ist. Die Verarbeitung von personenbezogenen Daten die zur Mitgliederverwaltung erforderlich sind, bedarf somit keiner separaten Einwilligung der betroffenen Mitglieder der Vereine/Verbände.

5. Die Verarbeitung personenbezogener Daten in den Vereinen/Verbänden ist darüber hinaus nach der DSGVO gem. Art. 6 I c auch dann rechtmäßig, wenn die Verarbeitung zur Erfüllung einer rechtlichen Verpflichtung erforderlich ist. Hiervon betroffen sind etwa personenbezogene Daten, die zur Erfüllung der Verpflichtungen der Vereine/Verbände bspw. aus der Fischereigesetzgebung erfolgen.

6. Ebenso ist die Verarbeitung nach Art. 6 I f der DSGVO rechtmäßig, wenn dies zur Wahrung berechtigter Interessen des Vereins/Verbandes oder eines Dritten erforderlich ist, wobei hier eine Abwägung und mit den Grundrechten und -freiheiten der betroffenen Person vorzunehmen ist.

7. Bei der Erhebung der zu verarbeitenden personenbezogenen Daten ist der Betroffene nach den einzelnen Vorgaben der Art.13 u. 14 DSGVO insbes. darauf hinzuweisen für wen, zu welchem Zwecke und für welche Dauer diese Daten erhobenwerden und über seine Rechte zu belehren. Dies ist von der Frage einer Einwilligung (s. Nr.3 oben) oder sonstigen Rechtsgrundlage der Datenerhebung (s. Nr.4 – 6 oben) zu unterscheiden. Hierfür empfehlen sich Hinweisvordrucke auf den Formularen zur Datenerhebung (bspw. auf dem Antragsformular bei Erfassung der Mitgliederdaten bei Beitritt zum Verein/Verband).
Eine Datenerhebung findet insbes. auch bei Vorhandensein einer Webseite des Vereins/Verbandes statt, denn bereits beim Aufrufen einer jeglichen Webseite werden zumindest technisch bedingte Daten verarbeitet (IP-Adresse, Zeitpunkt der Anfrage, verwendeter Browser, Betriebssystem usw.). Dies gilt umso mehr, wenn die Webseite zudem etwa Cookies setzt, ein Kontaktformular anbietet oder gar Analysetools einsetzt. Aus diesem Grunde ist auch auf der Webseite eine Datenschutzerklärung nach o.g. Maßgabe einsehbar zu machen. Der Umfang dieser Erklärung hängt von der Gestaltung der Webseite ab. Es gibt im Internet (ggf. kostenpflichtige) Seiten, die dialogbasiert die Erstellung einer individualisierten Datenschutzerklärung anbieten.

8. Da die Vereine/Verbände personenbezogene Daten nicht nur gelegentlich verarbeiten, ist nach den einzelnen Vorgaben des Art.30 DSGVO ein schriftliches oder elektronisches Datenverarbeitungsverzeichnis zu führen in welchem festgehalten ist, für wen welche Daten zu welchem Zwecke und für welche Dauer erhoben werden.
Da den Verein/Verband die Pflicht zur Festlegung der Grundzüge der Datenverarbeitung trifft, können die entsprechenden Regelungen in der Satzung oder in gesonderten Regelwerken bspw. in Form einer Vereinsordnung (Datenschutzordnung) niedergelegt werden. Die Datenschutzordnung kann, wenn die Satzung nichts anderes bestimmt, vom Vorstand oder der Mitgliederversammlung beschlossen werden. Empfehlenswert ist es dabei, sich beim Aufbau der Datenschutzordnung am Weg der Daten von der Erhebung über die Speicherung und Nutzung und ggf. Übermittlung bis zur Löschung zu orientieren.

9. Nach Art.32 DSGVO sind bei der Verarbeitung personenbezogener Daten technische und organisatorische Maßnahmen zu treffen, die einen angemessenen Schutz der Daten gewährleisten. Dies erfordert etwa, dass sichergestellt werden muss, dass nicht unbefugte Dritte Zugriff auf die Vereins-/Verbandsdaten erlangen können (Virenscanner, Benutzerrechte, Passwörter, Schlüsselgewalt usw.) und Sorge gegen Datenverlust (Backup usw.) sowie eine fristgerechte Löschung von Daten nach Ende des Verwendungszwecks erfolgt.

10. Personenbezogene Daten der eigenen Mitglieder eines Vereins/Verbandes dürfen nach Art. 6 I a u. f DSGVO an andere Vereine/Verbände, insbes. Dachverbände im Rahmen der Erforderlichkeit übermittelt werden, soweit diese Daten dort benötigt werden, um die Vereinsziele des übermittelnden Vereins/Verbandes oder die des anderen Vereins/Verbandes zu verwirklichen. Ist ein Verein verpflichtet, Daten seiner Mitglieder regelmäßig einer Dachorganisation, bspw. einem Regional-, Landes- oder Bundesverband (etwa in Form von Mitgliederlisten) zu übermitteln, sollte dies in der Vereinssatzung geregelt werden. Bewegungsprofile von Mitgliedern werden übrigens seitens des LVSA e. V. selbstverständlich weder erstellt, noch vorgehalten.

11. Die Veröffentlichung von personenbezogenen Daten im Internet ohne Passwortschutz stellt datenschutzrechtlich eine Übermittlung an Jedermann dar. Deswegen ist die Veröffentlichung personenbezogener Daten (z. B. Name, Alter) durch einen Verein/Verband im Internet grds. unzulässig, wenn sich der Betroffene nicht ausdrücklich damit einverstanden erklärt hat.

12. Die Benennung eines Datenschutzbeauftragten ist gem. Art. 37 DSGVO i.V.m. § 38 BDSG-neu mangels der Verarbeitung personenbezogener Daten als primärer Geschäftszweck für Vereine/Verbände nur dann erforderlich, wenn mindestens 10 Personen ständig mit der Verarbeitung personenbezogener Daten beschäftigt sind. Die Bestellung eines Datenschutzbeauftragter kann aber auf freiwilliger Basis erfolgen. Geschieht dies nicht bleibt es bei der Verpflichtung des Vorstandes des Vereins/Verbandes sich um die Einhaltung des Datenschutzes zu kümmern.

13. Wenn personenbezogene Daten zur Verarbeitung an externe Dienstleister gegeben werden (z. B. für Druck & Versand des Mitteilungsblattes Fischer & Angler oder der Anfertigung personenbezogener Erlaubnisscheine), ist gem. 28 und 29 der DSGVO ein Datenverarbeitungsvertrag notwendig. Mustervertrag - siehe auf der Internetseite des sächsischen Datenschutzbeauftragten: https://www.saechsdsb.de/handlungsbedarf-zur-umsetzung-ds-gvo-fuer-vereine


Die Verarbeitung der erhobenen Mitgliederdaten gegenüber Verein/Regionalverband/LVSA ist durch die DSGVO weder beeinträchtigt, noch ausgeschlossen. Ohne der Bereitstellung und Verarbeitung der personenbezogenen Daten im Rahmen der Fischereigesetzgebung und der Satzung ist eine Mitgliedschaft und das Angeln in den Verbandsgewässern nicht möglich!

Es wird darauf hingewiesen, dass die o.g. Übersicht keinen Anspruch auf Vollständigkeit erhebt und eine konkrete Rechtsberatung nicht ersetzt.

Anlagen 

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Landesverband Sächsischer Angler e. V.

Rennersdorfer Straße 1

01157

Dresden

+49 (0)351 4275115

info@landesanglerverband-sachsen.de

 
08.04.2019 Pressemitteilung zur Delegiertenversammlung -  Anlässlich unserer Delegiertenversammlung am vergangen Samstag konnten wir den Staatsminister für Umwelt und Landwirtschaft, Herrn Thomas Schmidt, als Gast in unseren Reihen begrüßen. Hierzu haben wir eine kurze Pressemitteilung verfasst. Ein ausführlicher Bericht über Delegiertenversammlung folgt.
25.03.2019 Aufruf zum Frühjahrsputz in Leipzig -  Mitglieder das Anglerverbandes Leipzig e. V. sind am kommenden Wochenende an vielen Gewässern zum Frühjahrsputz unterwegs. Größere Aktionen mit mehreren Vereinen sind am Haselbacher See und in Leipzig am Elsterbecken geplant. In Leipzig werden über 150 Teilnehmer insbesondere vom AV Angelfreunde Gohlis e. V. und AV Angelspezi XXL e. V. erwartet, die vom Palmgartenwehr bis zum Luppewehr den Müll einsammeln werden. Treffpunkt für den Einsatz am Elsterbecken ist an der Landauer Brücke um 9.00 Uhr. Die Helfer für den Einsatz am Haselbacher See treffen sich um 9.00 Uhr an der Parkplatzzufahrt 1 von Ramsdorf aus. Gern können sich dem Aufruf weitere Vereine anschließen. Am Haselbacher See sind auch Mitglieder und Vereine aus dem Raum Südsachsen herzlich eingeladen. Anfragen/Anmeldungen bitte beim Anglerverband Leipzig e. V. unter 0341-65 23 570.
00.00.0000 Delegiertenversammlung des Anglerverbandes "Elbflorenz" Dresden e. V. -  Am Samstag, den 09. März trafen sich 140 Delegierte aus den Mitgliedsvereinen des Anglerverbandes "Elbflorenz" Dresden e. V. zur Delegiertenversammlung in den Räumen der DGUV Akademie Dresden. Nach der Feststellung der Ordnungsmäßigkeit zur Einberufung der Delegiertenversammlung hielt der Präsident des Regionalverbandes, Udo Witschas, den Jahresbericht des Präsidiums. Darin informierte er unter anderem über die Arbeit in der Geschäftsstelle des AVE, die Zusammenarbeit mit dem Landesverband Sächsischer Angler e. V. sowie aktuelle Probleme und Hürden in der Verbandsarbeit. So mahnte er etwa die umständliche Zusammenarbeit mit der Gemeinde Boxberg/O.L. bezüglich des Bärwalder Sees an. Auch mögliche Hindernisse bei der anstehenden Verpachtung wichtiger Verbandsgewässer wurden angesprochen. So liegt einer der wichtigsten Schwerpunkte des Verbandes darin, fachlich fundierte Konzepte zu erarbeiten, um die derzeitigen Pachtgewässer für uns Angler zu erhalten. Nicht auszudenken wäre die Folge für den Gewässerfonds, wenn Gewässer wie die Talsperre Bautzen oder die Elbe dem Verband als Angelgewässer wegfallen würden und es zu Preiskämpfen um diese Gewässer kommen würde. Hier seien auch die Politik und die Behörden gefragt, um das Engagement der Angler mittels richtiger Entscheidungen zu würdigen, so Witschas. Das ehrenamtliche Engagement, die Bedeutung der Hege für die Gewässer und der gesellschaftliche Wert der organisierten Angelei seien für manche Entscheidungsträger offenbar keine auschlaggebenden Kriterien mehr bei der Wahl möglicher Pächter des Fischereirechtes, so Witschas. Doch der Erhalt des Gewässerfonds kostet auch Geld und Zeit und so kündigte Witschas die Erarbeitung eines strategischen Finanzkonzeptes noch in diesem Jahr an, mit dem Ziel, dass wir bestehende Ausgaben weiterhin decken können und auch Investitionen zum Erhalt und Ausbau der Gewässer tätigen und ausbauen können. Nach dem Finanzbericht durch den Schatzmeister, Hans-Rainer Ullrich, dem Bericht der Revisoren und des Steuerberaters folgte die Ansprache der Gäste. Grußwörter wurden gehalten durch den Präsidenten des Fischereiverbandes, Herrn Bernd Lange, die Umweltbürgermeisterin der Stadt Dresden, Frau Eva Jähnigen, der Fischereireferentin des SMUL, Frau Ulrike Weniger sowie dem Präsidenten des LVSA, Herrn Friedrich Richter. Ein Höhepunkt war die emotionale Rede des Ehrenpräsidenten des Landesverbandes Sächsischer Angler e. V., Angelfreund Dieter Wandkowsky. Er warnte davor, die Zeichen der Zeit zu ignorieren. Man müsse sich bewusst machen, dass es Institutionen und Einzelpersonen gäbe, deren wirtschaftliche Interessen den sächsischen Angelverbänden auf lange Sicht erheblichen Schaden zufügen könne. Dem müsse man sich geschlossen und mit einem durchdachten Konzept entgegenstellen und das kostet auch Geld, so Wandkowsky. Auszeichnungen erhielten die Angelfreunde Jan Hoffmann, Gerd Friedrich, Manfred Schulz, Gerhard Kunz und Hans Freudenberg für ihre herausragende Arbeit im Verband. Die Gewinner des Projektes "Die Jugend im Blick" waren die Jugendgruppen aus drei Vereinen: Großharthauer Angelfreunde 1970 e. V., ASV 92 Großpostwitz/Obergurig e. V. und des SFV 1991 Nünchritz/Glaubitz e. V. Die anschließenden Beschlüsse wurden allesamt mit großer Mehrheit bestätigt. Zur Beschlussvorlage Anpassung der Altersgrenze für den Kinder- und Jugendbeitrag vom 21 auf 18 Jahre ab dem Jahr 2021 wurde eine sehr konstruktive Diskussion unter den Teilnehmern geführt und Argumente wurden ausgetauscht. Nach dieser Diskussion wurde auch dieser Beschluss mit großer Mehrheit durch die Delegierten gefasst. Die Delegiertenversammlung war eine gelungene Veranstaltung, was durch positives Feedback der Teilnehmer untermauert wurde. Die sehr gute Vortragsweise des Präsidenten und die Vorarbeit der Mitarbeiter garantierten einen reibungsfreien Ablauf. Die Auswahl des Veranstaltungsortes trug zur hohen Qualität der Veranstaltung bei.
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