Landesverband Sächsischer Angler e. V.

Anerkannte Naturschutzvereinigung gem. § 32 SächsNatSchG, anerkannte Umweltvereinigung gem. § 3 UmwRG

 
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Koalitionsvertrag - Anglerinnen und Angler erfahren Wertschätzung

Pressemitteilung des DAFV

03.12.2021 11:27

In einem 160-seitigen Koalitionsvertrag haben die Parteien SPD, FDP und DIE GRÜNE ihre zukünftigen Schwerpunkte und Ziele vorgestellt.

Erstmalig werden die Anglerinnen und Angler in Deutschland und ihre Arbeit im und am Gewässer positiv hervorgehoben. Der naturschutzfachliche Beitrag erfährt Anerkennung. Die Leistung der organisierten Angler für den Natur- und Artenschutz findet somit erstmalig in dieser Deutlichkeit den Weg in einen Koalitionsvertrag.


...Wir wollen die Grundschleppnetz-Fischerei beschränken und Fangtechniken artenspezifisch anpassen sowie eine naturschutzgerechte Regulierung von Stellnetzen. Wir erkennen die Leistung der Anglerinnen und Angler für den Natur- und Artenschutz an.

(Auszug aus Koalitionsvertrag)


Der DAFV sieht darin eine überfällige Wertschätzung der beständigen Arbeit in den Angelvereinen und -verbänden in Deutschland.

Die Angelfischerei ist schon lange keine Randerscheinung mehr und hat Einzug in die Mitte der Gesellschaft gehalten. In Deutschland gingen im Jahr 2021 insgesamt 6,64 Mio. Menschen mindestens einmal im Jahr der Angelfischerei nach. Diese Hochrechnung bezieht sich auf 70,54 Mio. Menschen mit einem Alter über 14 Jahren. Das entspricht einer Beteilung zur Angelfischerei in Deutschland von 9,4% (Statista 2021).

''Angeln in Deutschland ist zeitgemäß, nachhaltig und gesellschaftlich sowie volkswirtschaftlich bedeutsam'', so der Präsident des DAFV Klaus-Dieter Mau. Unser Ziel muss es sein auch die gesundheitlichen, sozialen und wirtschaftlichen Mehrwerte des Angelns weiter zu fördern und zu vermitteln.

Die scheidende Bundeskanzlerin Angela Merkel hatte kürzlich explizit auf die volkswirtschaftlichen Aspekte in der Angelfischerei hingewiesen:
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Die neue Regierungskoalition versteht sich als ''Bündnis für Freiheit, Gerechtigkeit und Nachhaltigkeit''. Geschwungene Worte, die zunächst einmal einiges versprechen, aber auch vieles offen lassen. Worte, die sich ohne nähere Betrachtung mit den ureigenen Ansichten eines Anglers und einer Anglerin decken könnten. Bei genauem Hinsehen wird allerdings deutlich, dass die Parteien oftmals konkrete Vorstellungen vermissen lassen, wie der Umbau oder die Neuformierung hin zu einer nachhaltigen und zukunftsfähigen Gesellschaft gelingen kann.

Natürlich haben wir mit den enthaltenden Würdigungen der Angelfischerei fixierte Formulierungen der Regierungsparteien, die wir zukünftig nutzen können und werden. Wir müssen aber auch konstatieren, dass die positiven Aspekte der Freizeitfischerei in einigen Bereichen des Naturschutzmanagements bislang vielfältig außer Acht gelassen wurden. Entsprechend werden wir uns auch weiterhin gegen großflächige Null-Nutzungszonen aussprechen müssen, auf die Gefährdung der Artenvielfalt unter Wasseroberfläche hinweisen und die gesellschaftliche Mehrwertleitung des Angelns verstärkt betonen.

Denn es gibt viele gute Gründe auch über die im Koalitionsvertrag genannten, warum Angeln für Deutschland zeitgemäß, nachhaltig und gesellschaftlich sowie volkswirtschaftlich bedeutsam ist. Viele Länder haben das schon lange erkannt und fördern das Angeln, als sogenannte ''high value - low impact'' Aktivität. Wir ermutigen die Politik und Verwaltungen den Wert des Angelns für die Menschen in Deutschland auch über die natur- und artenschutzfachlichen Aspekte, zu erkennen, zu fördern und entsprechende Rahmenbedingungen für die Zukunft zu schaffen.



LINK zur Pressemitteilung des DAFV

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19.09.2022 Erklärung der Schiffbarkeit und des Gemeingebrauches am Berzdorfer See - Anglerverband legt Widerspruch ein -  Das Präsidium des AV „Elbflorenz“ Dresden e.V. (AVE) hat am 09. September 2022 einen einstimmigen Beschluss gefasst, Widerspruch gegen die Allgemeinverfügungen zur Erklärung der Schiffbarkeit am Berzdorfer See einzulegen. Zu groß waren die Einschränkungen, die mit diesen Allgemeinverfügungen einhergingen. Die Erklärung der Schiffbarkeit am Berzdorfer See unter den veröffentlichten Bedingungen könnte der Anfang vom Ende des Angelns sein, wie wir es kennen. Warum ist das so? Laut Allgemeinverfügung darf der Berzdorfer See fünf Monate im Jahr nicht mit Booten befahren werden. Zudem ist jegliche Bootsbefahrung in den Nachtstunden inkl. der Dämmerung verboten. Demzufolge ist das Angeln vom Boot auch in der Dämmerung und Nacht staatlich nicht zulässig. Darüber hinaus sind große Flächen dauerhaft von jeder Bootsbefahrung ausgenommen. Das Gewässer ist gerade einmal zu 21 % vom Boot aus nutzbar, wenn man alle Flächensperrungen und zeitlichen Einschränkungen zusammenzählt. Als Begründung für derartige Einschränkungen führen die Landesdirektion Sachsen (LDS) und der Landkreis Görlitz als verfahrensführende Behörden den Arten- und Naturschutz an. Demnach reicht ein einzelnes Boot aus, um eine erhebliche Störung von besonders geschützten Vogelarten zu rechtfertigen. Dabei geht es nicht darum, ob das Boot tatsächlich ein Individuum oder einen ganzen Bestand vernichtet. Nein, es reicht aus, wenn nicht sicher ausgeschlossen werden kann, ob es das könnte. Deshalb unterbindet man lieber gleich den Großteil der Bootsnutzung. Gerechtfertigt werden Einschränkungen mit EU-Vorgaben und höchstrichterlichen Urteilen. Hier kann man nur sagen, armes Deutschland! Wir sind offensichtlich in Sachsen nicht mehr in der Lage, selbst zu denken und zeigen mit dem Finger auf Brüssel und die Gerichte, deren Richter nur das umsetzen müssen, was die Legislative vorgibt. Der gesamte Strukturwandel in der Lausitz und im mitteldeutschen Raum wird mit einer solchen Behördensichtweise in Frage gestellt. Das Novum in den Verwaltungsverfahren am Berzdorfer See und die eigentliche Brisanz liegen darin, dass der Angelfischerei durch das grüne sächsische Umweltministerium die Mitwirkung an der Hege abgesprochen wurde. Die Landesdirektion Sachsen und der Landkreis Görlitz haben diese Argumentation offensichtlich dankbar aufgegriffen, um gleich einmal das ganze Sächsische Fischereigesetz und unsere Gemeinwohlleistungen als Angler ad absurdum zu führen. Das Angeln ist neuerdings auf dem Papier nicht mehr als nur ein Freizeitsport. Ein Hegebeitrag der Angelfischerei wird nicht anerkannt. Der Fischfang mit der Handangel durch Erlaubnisscheininhaber, also unseren knapp 50.000 Mitgliedern, wird nicht mehr als fischereiliche Maßnahme akzeptiert. Daher haben die Verwaltungsverfahren am Berzdorfer See Referenzcharakter für alle weiteren Gewässer in Sachsen.
26.08.2022 Schiff ahoi und gute Fahrt auf dem Berzdorfer See – aber nicht so! -  Am 25.08.2022 verkündete die Landesdirektion Sachsen die Erklärung der Schiffbarkeit am Berzdorfer See.
01.06.2022 Sächsische Fischereiverordnung in Kraft getreten -  Das Sächsische Staatsministerium für Energie, Klimaschutz, Umwelt und Landwirtschaft (SMEKUL) hat mitgeteilt, dass die Sächsische Fischereiverordnung am 01.06.2022 in Kraft getreten ist. Die Verordnung kann im nachfolgenden Link eingesehen werden.
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