Landesverband Sächsischer Angler e. V.

Anerkannte Naturschutzvereinigung gem. § 32 SächsNatSchG, anerkannte Umweltvereinigung gem. § 3 UmwRG

 

Natur- und Umweltschutz


SKANDAL - Fische müssen für Naturschutz sterben !!!

Schweinsberg (Hessen). Nach Angaben der Oberhessischen Presse Marburg (OP-Marburg, Onlineartikel vom 03.09.2013, Autor Matthias Mayer) wurde auf Anweisung des Regierungspräsidiums Gießen das  künstlich angestaute Schweinsberger Moor abgelassen. Das Bild war infolge dessen von in der Sonne aufgeblähten Fischkadavern geprägt. Die OP-Marburg sprach von rund 50 Fischkadavern. Es ist aber davon auszugehen, dass das nur der sichtbare Teil dieser Aktion ist. Die tatsächliche Zahl verendeter Fische dürfte weit höher sein. Das Ganze war eine gezielte und absichtliche Maßnahme, die mit einer angeblich notwendigen Dezimierung des Hechtbestandes begründet wurde, der dafür verantwortlich sei, dass die Jungtiere von Wasserralle, Blesshühner, Teichhühner und diversen Entenarten in zu Großer Zahl gefressen würden und somit Bruten nicht mehr hochgezogen werden könnten.
Bei solch einer Aktion wird einem wahrlich nicht nur vom Anblick der Fischkadaver übel sondern von der ganzen Aktion. Wasser ablassen und die Fische bewusst und vorsätzlich verenden lassen - das soll Naturschutz sein? Ungeachtet, ob die angeführte fachliche Begründung so haltbar ist oder nicht, kann dieses Vorgehen nicht regelkonform zur Natur- und Tierschutzgesetzgebung sein. Und in diesem Zusammenhang ist einmal mehr zu hinterfragen, warum die Angelfischerei in Naturschutzgebieten immer verteufelt und zunehmend verbannt wird, hätte sie doch wichtige Funktionen für die Hege und Bestandsregulierung der Fischarten? Stattdessen findet dann so eine Aktion statt, deren Bezeichnung als Skandal ganz sicher keine Übertreibung ist!

von Mike Uhlemann
(Geschäftsführer Anglerverband Südsachsen Mulde/Elster e. V. und Referent für Natur- und Umweltschutz im Landesverband Sächsischer Angler e. V.)


Zeitungsartikel Oberhessische Presse vom 03.09.2013 (PDF / 202 KB)

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00.00.0000 Kritik am WDR-Film zum Angeln -  Der Anglerverband Niedersachsen e. V. hat eine kritische Stellungnahme zum Fernsehbeitrag des WDR am 17.09.2017 mit dem Titel "Tiere suchen ein Zuhause - Ethischer Beitrag zum Angeln" verfasst. Der Landesverband Sächsischer Angler e. V. schließt sich dieser Stellungnahme an:
00.00.0000 Gewässerwarte aufgepasst: Praxisleitfaden für nachhaltiges Management von Angelgewässern -  Broschüre des Leibniz-Instituts für Gewässerökologie und Binnenfischerei (Heft 30/2017)
00.00.0000 Drängende Gewässerthemen zur Bundestagswahl 2017 -  In einer gemeinsamen Aktion möchten der Landesverband Sächsischer Angler e. V., der Anglerverband Niedersachsen e. V., der Landesanglerverband Sachsen-Anhalt e. V. sowie der Landesfischereiverband Bayern e. V. mit einem Kommentar auf die Veröffentlichung des Leibniz-Institutes für Gewässerökologie und Binnenfischerei (IGB) hinweisen. Als Brennpunkte benannt und politischen Diskussions- und Handlungsbedarf gibt es bei folgenden Themen: 1. Überdüngung 2. Synthetische Stoffe 3. Wasserstraßen 4. Aquakultur 5. Wasserkraft Mit der Weiterleitung des Briefes wollen wir das Bewusstsein für den kritischen Zustand unserer Binnengewässer schärfen und zum Handeln vor Ort anregen. Als Vertreter der Interessen von mehr als 300.000 Mitgliedern unterstützen wir, die eingangs genannten Angler- und Fischereiverbände, die Forderungen des IGB an die Bundesregierung.